Als Oppen für 15 Jahre Grenzort war (von 1920 bis 1935)

Unter reger Beteiligung der Oppener Bürgerinnen und Bürger wurde 2012 im Rahmen der Dorferneuerung der Platz Ecke Oppener-/Losheimer Straße in Oppen neu gestaltet und unter anderem mit einer Sandsteinskulptur des Künstlers Harald Simon versehen. Sie steht für ein „dynamisches Oppen“. Wie dynamisch der Ort Oppen von früher bis heute war und ist, daran soll nun mit dem Grenzstein 468A der historischen Grenze von 1920 bis 1935 erinnert werden. Der historische Grenzstein wurde vor etlichen Jahren von Mitarbeitern des Gemeindebauhofes aus einem Hang auf Höhe des Ortseingangsschildes Reimsbach geborgen und danach auf dem Gemeindebauhof eingelagert. Inzwischen haben Mitarbeiter des Gemeindebauhofes diesen historischen Grenzstein auf dem Platz Ecke Oppener-/Losheimer Straße in Oppen neu gesetzt. Die Festivitäten zur offiziellen Einweihung beginnen am Samstag, 18. Januar 2020, um 14.00 Uhr mit einer kurzen Grenzsteinwanderung mit Franz Müller, der dabei über die wechselvolle Geschichte Oppens zu dieser Zeit informieren wird. Um 16.00 Uhr wird Bürgermeister Thomas Collmann die offizielle Einweihung des historischen Grenzsteins vornehmen. Neben dem Grenzstein erinnern auch Infotafeln über die wechselvolle Geschichte des Ortes Oppen zu jener Zeit.

Infos zur Geschichte:

Von 1920 bis 1935 war Oppen Grenzort. Die Grenze verlief zwischen Reimsbach und Oppen und war ein Ergebnis aus dem Friedensvertrag von Versailles. Reimsbach gehörte zum Saargebiet, einem völlig neuen Gebilde. Oppen verblieb im deutschen Reich. Diese Grenze zerschnitt gewachsene Strukturen. Von 1920 bis 1925 herrschte im Saargebiet Zollfreiheit, doch nach fünf Jahren schlossen sich die Schranken zwischen Saargebiet und Reich und die Grenze zwischen Frankreich und Saargebiet wurden geöffnet. Damit war das Saargebiet wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen mit erheblichen Folgen, denn jetzt galten die Zollvereinbarungen zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich. Die Grenze zwischen Oppen und Reimsbach wurde zollrechtlich eine Grenze zwischen Deutschem Reich und Frankreich. Die Anzahl der Zöllner auf beiden Seiten wurde erhöht. Und somit blühte der Schmuggel, wobei der Fantasie keine Grenzen gesetzt waren. Aber es wurde auch professionell geschmuggelt, wobei das Ganze nicht ungefährlich war. In der Wahl im Januar 1935 entschied sich dann das Saargebiet mit großer Mehrheit für den Beitritt zum Deutschen Reich, das von der NSDAP regiert wurde. Ein Überbleibsel aus dieser Zeit, in der Oppen 15 Jahre Grenzort war, erleben wir heute noch jedes Jahr an Pfingsten. Die Pfingstkirmes, eigentlich die Oppener Kirmes, findet mit großem Treiben in Reimsbach statt. Da die Schausteller Anfang der 20er Jahre wegen der Grenze nicht nach Oppen kommen konnten, fand die eigentlich Oppener Kirmes in Reimsbach statt und findet bis heute noch in Reimsbach statt.

 

Foto: Der historische Grenzstein 468A auf dem Platz Ecke Oppener-/Losheimer Straße wird am 18. Januar 2020 offiziell eingeweiht. Im Hintergrund sind die dazugehörenden Infotafeln zu sehen.

Foto/Text: Gemeinde/Pitzius

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
ich heiße Sie hier auf unserer Website herzlich willkommen.

Ihr Bürgermeister

Veranstaltungen
<<
Januar 2020
>>
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So

Für unsere Bürger 06835 / 55-0
Ihre Behördernrufnummer 115
Telefonverzeichnis - Gemeinde