Gemeinde Beckingen geht in Kooperation mit der Firma „Schädlingsbekämpfung Holler GmbH“ gegen erhöhtes Vorkommen von Ratten vor

Bürgerinnen und Bürger können durch ihr Verhalten helfen, die Ratten loszuwerden – Keine Nahrung, keine Ratten

Nahezu  jede Stadt, Kommune oder Gemeinde hat in Deutschland mit Ratten zu kämpfen. Auch in der Gemeinde Beckingen häufen sich die Meldungen und Hinweise über das Aufkommen von Ratten.  Ratten am Bahnhof, im Park, an Containerstellplätzen oder Bushaltestellen sowie in vielen privaten Anwesen, dort hat fast schon jeder einmal so ein Nagetier gesehen. Wenn die Tiere sich allerdings stark vermehren, werden sie zur Plage.

 Die Gemeinde Beckingen geht daher in Kooperation mit der Firma „Schädlingsbekämpfung Holler GmbH“ und mit Unterstützung des Gemeindebauhofes gegen das erhöhte Vorkommen von Ratten vor. Die Firma ist ein moderner, kompetenter Partner für die Bereiche Schädlingsbekämpfung, Vorratsschutz, Desinfektion und Hygiene und ist bundesweit auch tätig im Bereich Großaktionen kommunaler Bereich, und hier unter anderem im Einsatz  im Bereich von Kanalisation und Wasserläufen.

„Die Gemeinde darf allerdings nur noch in den Kanälen tätig werden und eingreifen, nicht an öffentlichen Plätzen. Das heißt, die wasserfesten Rattenköder werden nur in den Kanälen in der ganzen Gemeinde, und hier in die strategischen Verbindungsstellen des Kanalsystems eingebracht“, erklärt der Leiter des Gemeindebauhofes, Stefan Adam.  Grund dafür ist eine neue EU-Richtlinie, um Menschen ebenso wie Eulen, Katzen, Hunde und andere Tiere besser zu schützen.  EU-weite sowie nationale Gesetzte und Richtlinien  wurden erlassen, die dafür sorgen sollen, dass bestimmte Giftstoffe nicht in den Wasserkreislauf gelangen. Jeder Kontakt der Giftköder mit Wasser ist gesetzlich verboten und daher auch das Auslegen an öffentlichen Plätzen wie Containerstellplätzen untersagt.

Im Juni brachte die Firma „Schädlingsbekämpfung Holler GmbH“  wasserdichte Rattenköder in das Kanalsystem in der gesamten Gemeinde Beckingen ein. Nach rund 3 bis 4 Wochen wird der Erfolg der Maßnahme kontrolliert und bei Bedarf wiederholt.

So werden Sie die Ratten los- Tipps zum Nahrungsentzug für Ratten:

Oft sind Ratten noch nicht einmal schreckhalft, wohl auch weil der Mensch die Plage durch sein Verhalten mit verursacht. Experten sagen, das größte Problem sei der Mensch, und haben einfache Tipps und Ratschläge für Bürgerinnen und Bürger, die Ratten wieder loszuwerden.

  • Keine Essensreste ins WC spülen – Organische Abfälle und Essensreste gehören nicht in die Toilette
  • Keine Wildtiere in Grünanlage füttern
  • Müll vermeiden
  • Im Umfeld von Abfallsammelplätzen – Abfallbehälter fest verschließen, defekte Abfallbehälter reparieren oder austauschen
  • Müll ausschließlich in die dafür vorgesehenen Abfallbehälter entsorgen, nie daneben ablegen
  • Überquellende Abfallbehälter vermeiden
  • Speisereste gehören in die dafür vorgesehenen Biotonnen
  • Lassen Sie auch in ihrem Hausgarten keine Futterquellen für Haustiere oder Vögel unkontrolliert offen stehen. Auch das Füttern von Vögeln lockt durch ausgebrachtes Vogelfutter Ratten an.
  • Füttern Sie keine Tiere in Parks, Grünanlagen oder auf öffentlichen Plätzen
  • Achten Sie in ihrem Wohnumfeld auf Hygiene und Sauberkeit
  • Verschließen Sie Öffnungen in Erdbodenhöhe mit  engmaschigen Gittern, damit Ratten nicht in das Gebäude gelangen

 

Keine Nahrung – Keine Ratten

Überall da, wo Ratten genug Nahrung finden für sich und ihre Nachkommen, fangen sie an, sich zu vermehren. Ein simples biologisches Prinzip, nur dass Ratten sich sehr schnell vermehren können. Es dauert rund drei Wochen, bis Nachwuchs kommt. Nach drei bis fünf Monaten sind sie schon geschlechtsreif.

„Die Gemeinde Beckingen hat sich einen renommierten Fachbetrieb in der Schädlingsbekämpfung als Kooperationspartner zur Seite geholt und scheut keine Kosten, um den Ratten den Garaus zu machen“, erklärt Bürgermeister Thomas Collmann. Dennoch geht sein Appell an die Bürgerinnen und Bürger, mit ihrem Verhalten mitzuhelfen, den Nagetieren Einhalt zu gebieten. „Es sind einfache Dinge, die jeder tun kann, um mitzuhelfen. Wo kein Nahrungsangebot für die Nager da ist, da sind auch keine Ratten oder sie verschwinden wieder. Vor allem die Müllvermeidung, der Umgang mit Speiseresten, das sauber Halten von Containerstellplätzen oder Mülleimern, ob privat oder im öffentlichen Raum, sind ein guter Schritt in die richtige Richtung. Bitte machen Sie also mit.  Denn bei allen Bemühungen der Gemeinde wird es ohne die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger nicht gelingen, dieses Problem auf Dauer zu beseitigen“, so der Verwaltungschef.

Von Ratten geht kein gesundheitliches Risiko aus. Die Zeiten, in denen sie Krankheiten übertragen haben, sind vorbei. Dennoch, die meisten Menschen ekeln sich einfach vor den Ratten. Keiner will, dass überall Ratten sind. „Daher ist es wichtig, dass wir als Gemeinde am Ball bleiben, damit die Population nicht weiter wächst, denn derzeit können wir mit der Rattenpopulation hier bei uns noch leben und ich bin mir sicher, dass wir das mit Hilfe des Bauhofes, kompetenter Firma an der Seite und mit Hilfe aller Bürgerinnen und Bürger schaffen“, so Collmann abschließend.

 

Tipps zum Nahrungsentzug für Ratten

  Problem Maßnahmen
Abfallsammelplätze Abfallcontainer vor Wohnanlagen Halten Sie die Abfallbehälter fest verschlossen. Lassen Sie defekte Abfallbehälter reparieren oder austauschen.
  Überquellende Abfallbehälter und neben den
Behältern abgelegter Müll
Entsorgen Sie Müll ausschließlich in die dafür vorgesehenen
Abfallbehälter – nie daneben! Halten Sie diese fest verschlossen.
Lagern Sie die gelben Säcke/Tonnen bis zur regulären Abholung für Ratten unzugänglich.
Kompost Essensreste auf dem Kompost Speisereste gehören in die dafür vorgesehenen Biotonnen.
Hausgarten Futterreste beim Füttern von Katzen oder anderen
Haustieren / Vogelfutter bei der Winterfütterung
Lassen Sie keine Futterquelle für Haustiere oder Vögel
unkontrolliert offen stehen!
Kanalisation Die Kanalisationsnetze einer Gemeinde bieten Ratten
ungestörte Rückzugsmöglichkeiten. Wenn dann
auch noch Lebensmittelreste über die Toilette
entsorgt werden, wird der Lebensraum perfekt.
Organische Abfälle und Essensreste dürfen nicht über die Toilette entsorgt werden.
Wohnumfeld Wohnungen und Häuser bieten Tieren oft Schlupflöcher. Achten Sie in Ihrem Wohnumfeld auf Hygiene und Sauberkeit.
Verschließen Sie offene Stellen jeder Art (etwa Öffnungen zur Lüftung) in Erdbodennähe mit engmaschigen Gittern, damit Ratten nicht in die Gebäude gelangen können.
Parks,
öffentliche
Plätze,
Schulen
Bei der Fütterung von Tauben, Enten und Gänsen
bleiben Reste übrig. Auch achtlos weggeworfene
Pausenbrote oder Obstreste ernähren Ratten.
Füttern Sie keine Tiere in Parks, Grünanlagen oder auf öffentlichen Plätzen! Das Tauben- und Entenfüttern im gesamten Gemeindegebiet und das Füttern von Wassergeflügel in Parks und Grünanlagen sind verboten!